Hallo, für alle, die mich schon sehnsüchtig gebeten haben, endlich mal wieder was zu schreiben.
Ich habe Euch alle sehr auf die Folter gespannt, was denn nun alles in der Zwischenzeit passiert ist.
Ich werde es aber nur teilweise auflösen, denn es ist das eingetroffen, was ich befürchtet hatte:
Nicht ich bekomme Kritik ab, sondern die anderen Menschen in meiner Familie und meinem Umfeld.
Ich finde es unendlich feige, dass Menschen sich über mich das Maul zerreissen müssen und nicht die Größe besitzen, es mir oder den Beteiligten ins Gesicht zu sagen. Statt dessen werden Andere belästigt, die überhaupt nichts mit der Situation zu tun haben.
Deshalb habe ich mich auch dafür entschieden, hier nicht die ganze Geschichte raus zuhauen, bevor das nicht eindeutig geklärt ist. Denn ich lasse ja einiges zu, aber irgendwann ist Schluss.
Ich und meine Familie haben uns für einen drastischen Schritt entschieden. Ich habe in den Wochen nach der Klinik festgestellt, dass ich eine Belastung für meine Familie bin. Die Kinder und mein Mann leiden unter der momentanen Situation, genauso wie ich. So kann keine Familie funktionieren, wenn irgendjemand leidet.
Also haben wir als Familie entschieden.
Der Plan wurde umgesetzt. Mehr sage ich nicht dazu. Wenn es jemand genau wissen will, kann er mich gerne fragen. Ich bin für alle Fragen offen und auch gerne bereit, alle Fragen zu beantworten.
Aber ich gebe momentan keine Statements ab, die anderen schaden könnten. Das wäre zwar nicht der Fall, aber viele "komische" Menschen sehen das so.
Wie dem auch sei: wir sind noch in der Testphase und wirklich etwas sagen, wie es mir momentan geht, kann ich nicht. Es ist eben auch mal wieder nicht meine Jahreszeit, obwohl ich noch nicht mitbekommen habe, dass irgendein Virus umgehen soll. UND ICH WILL ES AUCH NICHT WISSEN!!!!!
Es geht mir den Umständen entsprechend gut, was meine Panik angeht. Manchmal geht es eben, manchmal eben nicht. Aber es geht schon mehr, wie vor einem Jahr. Sehen wir doch einfach das Positive :-)
Es geht jedenfalls bergauf. Das sehe ich ganz deutlich vor mir.
Ich muss noch viel an mir arbeiten. Im Moment nehme ich mir aber nur Kleinigkeiten vor, denn mit großen Plänen bin ich meist gescheitert. Und wenn ich eines in Schömberg gelernt habe, dann dass kleine Schritte nötig sind. Keiner kann einen Berg auf einmal von A nach B tragen. Kleine Steine tragen schonen die Nerven. Und das Ziel ist das Gleiche. Wenn es auch etwas länger dauert.
Aber ich kann meinen versetzten Berg schon sehen. Und das ist ja die Hauptsache :-)
Und noch eines, für die, die sich vielleicht Sorgen machen, dass ich mit der "momentanen Situation" nicht fertig werden könnte: Macht Euch keine Gedanken. Mir geht es super damit. Und ich danke Euch für den Beistand. Danke, dass Ihr Respekt vor mir habt und meine Entscheidung akzeptiert. So ist einiges leichter für mich.
Ihr seid wahre Freunde!
Danke!
Freitag, 13. Januar 2012
Samstag, 10. Dezember 2011
Nächste Woche....
... wird die Bombe wohl platzen.
Vorher aber mal noch ein schönes Lied, dass zu meiner momentaner Situation passt. Für die "Nicht-Engländer" hab ich den Text unten übersetzt.
In in paar Tagen verstehen dann alle, um was es wirklich geht. Geduld! ;-)
Ich habe an etwas geglaubt, das weit entfernt ist. Was nur menschlich ist.
Und ich habe dieses Gefühl von Hoffnungslosigkeit in mir verleugnet.
All die Versprechungen, die ich gemacht habe, zogen Dich nur runter.
Du hast an mich geglaubt, aber ich bin zerbrochen.
Ich habe nichts zu verlieren.
Alles, was ich fühle, ist dieses grausame Wollen.
Wir sind in all der Zeit immer mehr gefallen.
Und nun bin ich im Paradies verloren.
Ich habe es in der Vergangenheit gemocht, nur noch zu existieren.
Und es ist auch jetzt noch so.
Und auch wenn ich es noch so mag, dass ich hierher gehöre,
habe ich auch genauso Angst davor wie Du.
Ich habe nichts zu verlieren.
Alles, was ich fühle, ist dieses grausame Wollen.
Wir sind immer mehr gefallen in all der Zeit.
Und nun bin ich im Paradies verloren.
Renn weg! Renn weg!
Irgendwann werden wir diesen Schmerz nicht mehr fühlen.
Nimm es weg!
Die Schatten von Dir werden mich nie verlassen.
Ich habe nichts zu verlieren.
Alles, was ich fühle, ist dieses grausame Wollen.
Wir sind immer mehr gefallen in all der Zeit.
Und nun bin ich im Paradies verloren.
Allein...
Vorher aber mal noch ein schönes Lied, dass zu meiner momentaner Situation passt. Für die "Nicht-Engländer" hab ich den Text unten übersetzt.
In in paar Tagen verstehen dann alle, um was es wirklich geht. Geduld! ;-)
Ich habe an etwas geglaubt, das weit entfernt ist. Was nur menschlich ist.
Und ich habe dieses Gefühl von Hoffnungslosigkeit in mir verleugnet.
All die Versprechungen, die ich gemacht habe, zogen Dich nur runter.
Du hast an mich geglaubt, aber ich bin zerbrochen.
Ich habe nichts zu verlieren.
Alles, was ich fühle, ist dieses grausame Wollen.
Wir sind in all der Zeit immer mehr gefallen.
Und nun bin ich im Paradies verloren.
Ich habe es in der Vergangenheit gemocht, nur noch zu existieren.
Und es ist auch jetzt noch so.
Und auch wenn ich es noch so mag, dass ich hierher gehöre,
habe ich auch genauso Angst davor wie Du.
Ich habe nichts zu verlieren.
Alles, was ich fühle, ist dieses grausame Wollen.
Wir sind immer mehr gefallen in all der Zeit.
Und nun bin ich im Paradies verloren.
Renn weg! Renn weg!
Irgendwann werden wir diesen Schmerz nicht mehr fühlen.
Nimm es weg!
Die Schatten von Dir werden mich nie verlassen.
Ich habe nichts zu verlieren.
Alles, was ich fühle, ist dieses grausame Wollen.
Wir sind immer mehr gefallen in all der Zeit.
Und nun bin ich im Paradies verloren.
Allein...
Sonntag, 13. November 2011
Man kann ja auch mal seine Meinung ändern
Genauso geschehen vor ein paar Tagen.
Ich habe mich dafür entschieden doch noch EINMAL nach Schömberg zu fahren.
Irgendwie fehlte mir ein richtiger Abschluss.
Also fuhr ich.
ICH! Die Autofahren hasst.
ICH! Die Panik-Tussi.
ICH!!!!
Und es ging ohne Probleme. Wieder war das Gefühl von Freiheit und Zufriedenheit da. Ich alleine mit mir selbst. Ein wunderbares Gefühl.
Und wieder sehr egoistisch, werden Einige denken.
Ich kann hier noch nicht genau schreiben, was meine Pläne sind, die DEFINITIV stattfinden werden. Noch zu viele Leute wissen nicht Bescheid, und sollen es auch nicht über den Blog erfahren.
Ich weiß nur Eines: Es ist meine Entscheidung und die ist gut. Und irgendwann einmal wird es jeder verstehen, dass ich nicht aus Egoismus, sondern aus Liebe und Respekt handle.
Der Ausflug nach Schömberg hat mir auch gezeigt, dass ich mit diesem Thema abgeschlossen habe. Diesmal keine Tränen beim Abschied. Keine Tränen zu Hause. Kein Heimweh.
Alles ist gut.
Es war dort nicht mehr das Gleiche.
Lag es nur daran, dass ich diesmal nicht Patient, sondern "nur" Besuch war?
Ich glaube nicht.
Ich habe mich verändert. Ich möchte gar nicht mehr dort sein. Es war gut, dass ich schon vor knapp 3 Wochen entlassen wurde. Denn sonst wäre ich jetzt noch nicht so weit, wie ich es jetzt bin.
Alles ist für irgendwas gut. Und ich weiß jetzt, dass alles so gut war, wie es geschehen ist.
Mein Kummer, meine Gespräche mit meinem inneren Selbst, meine Zweifel...
Ich habe 2 Wochen lang die Hölle durch gemacht, hier zu Hause. Aber nun weiß ich, dass es so nötig und wichtig war. Jetzt kann es weiter gehen.
Und ich bin bereit.
Wenn ich mich in ein Auto setzen kann, obwohl ich so Angst davor habe, dann kann ich alles schaffen.
Und ich war mal wieder richtig feiern! Ich habe keine Ahnung, wann ich das letzte Mal getanzt habe! 5 Jahre ist es sicher her. Wenn nicht noch länger.
Es tut so gut, sich mal richtig austoben. Alles raus lassen. Schön... :-)
Ich fühle mich befreit.
Kummer, Heimweh nach Schömberg und den Leuten - weg.
Soll nicht heißen, dass ich die Leute nicht vermisse. Aber ich weiß eines sicher: WIR WERDEN UNS WIEDERSEHEN!
Das ist ganz fest ausgemacht. Und wenn man will, dann schafft man auch über viele Kilometer weit in Kontakt zu bleiben. Wir sind alle nach wie vor für einander da. Das tut gut zu wissen.
Und da ich jetzt weiß, dass ich so kurze Wochenend-Trips gut schaffe, werde ich das vielleicht öfter machen.
Angebote nehme ich gerne entgegen :-)
Ich hoffe, dass ich diese Fröhlichkeit noch ein paar Tage behalten kann, bevor der Alltag wieder über mich herein bricht. Es wird noch sehr viele schwere Tage geben in naher Zukunft. Aber das werde ich schaffen.
Ich bin ein Wunderkind! :-)
Goodbye Schömberg! Hello Neues Leben! :-)
Ich habe mich dafür entschieden doch noch EINMAL nach Schömberg zu fahren.
Irgendwie fehlte mir ein richtiger Abschluss.
Also fuhr ich.
ICH! Die Autofahren hasst.
ICH! Die Panik-Tussi.
ICH!!!!
Und es ging ohne Probleme. Wieder war das Gefühl von Freiheit und Zufriedenheit da. Ich alleine mit mir selbst. Ein wunderbares Gefühl.
Und wieder sehr egoistisch, werden Einige denken.
Ich kann hier noch nicht genau schreiben, was meine Pläne sind, die DEFINITIV stattfinden werden. Noch zu viele Leute wissen nicht Bescheid, und sollen es auch nicht über den Blog erfahren.
Ich weiß nur Eines: Es ist meine Entscheidung und die ist gut. Und irgendwann einmal wird es jeder verstehen, dass ich nicht aus Egoismus, sondern aus Liebe und Respekt handle.
Der Ausflug nach Schömberg hat mir auch gezeigt, dass ich mit diesem Thema abgeschlossen habe. Diesmal keine Tränen beim Abschied. Keine Tränen zu Hause. Kein Heimweh.
Alles ist gut.
Es war dort nicht mehr das Gleiche.
Lag es nur daran, dass ich diesmal nicht Patient, sondern "nur" Besuch war?
Ich glaube nicht.
Ich habe mich verändert. Ich möchte gar nicht mehr dort sein. Es war gut, dass ich schon vor knapp 3 Wochen entlassen wurde. Denn sonst wäre ich jetzt noch nicht so weit, wie ich es jetzt bin.
Alles ist für irgendwas gut. Und ich weiß jetzt, dass alles so gut war, wie es geschehen ist.
Mein Kummer, meine Gespräche mit meinem inneren Selbst, meine Zweifel...
Ich habe 2 Wochen lang die Hölle durch gemacht, hier zu Hause. Aber nun weiß ich, dass es so nötig und wichtig war. Jetzt kann es weiter gehen.
Und ich bin bereit.
Wenn ich mich in ein Auto setzen kann, obwohl ich so Angst davor habe, dann kann ich alles schaffen.
Und ich war mal wieder richtig feiern! Ich habe keine Ahnung, wann ich das letzte Mal getanzt habe! 5 Jahre ist es sicher her. Wenn nicht noch länger.
Es tut so gut, sich mal richtig austoben. Alles raus lassen. Schön... :-)
Ich fühle mich befreit.
Kummer, Heimweh nach Schömberg und den Leuten - weg.
Soll nicht heißen, dass ich die Leute nicht vermisse. Aber ich weiß eines sicher: WIR WERDEN UNS WIEDERSEHEN!
Das ist ganz fest ausgemacht. Und wenn man will, dann schafft man auch über viele Kilometer weit in Kontakt zu bleiben. Wir sind alle nach wie vor für einander da. Das tut gut zu wissen.
Und da ich jetzt weiß, dass ich so kurze Wochenend-Trips gut schaffe, werde ich das vielleicht öfter machen.
Angebote nehme ich gerne entgegen :-)
Ich hoffe, dass ich diese Fröhlichkeit noch ein paar Tage behalten kann, bevor der Alltag wieder über mich herein bricht. Es wird noch sehr viele schwere Tage geben in naher Zukunft. Aber das werde ich schaffen.
Ich bin ein Wunderkind! :-)
Goodbye Schömberg! Hello Neues Leben! :-)
Montag, 31. Oktober 2011
Umbruch...
Nach langen Gesprächen ist nun Einiges klar: So geht es nicht weiter, und es wird sich einiges ändern.
Das Problem für mich war nur, dass ich ja nicht wusste, wie ich meinem Umfeld klar mache, dass ich nun als erstes an mich denken muss. Wie werden sie reagieren? Soll ich überhaupt etwas sagen? Oder sitze ich es aus und leide noch ein paar Jahre vor mich hin, in der Hoffnung, dass alles wieder gut wird?
NEIN! Ich bin der wichtigste Mensch. Auch wenn sich das egoistisch anhört. Solange ich nicht glücklich bin, ist der Rest doch auch Käse.
Also habe ich das Wochenende mit vielen Gesprächen verbracht, die eigentlich nur eines an den Tag legten: "Werde dir selbst darüber klar, was du willst." Die Konsequenzen muss ich tragen, das weiß ich.
Aber komme ich mit den Konsequenzen klar? Bin ich schon stark genug?
Bin ich nicht unfair meiner Familie gegenüber, wenn ich jetzt alles versuche, dass es wieder besser wird, aber in ein paar Monaten geht es doch nicht mehr? Weil ich noch kaputter bin, als jetzt schon?
Wir sind uns einig: Eine Garantie gibt es nie. Egal, für was.
Also müssen jetzt Pläne her. Meine Pläne. Dinge, die ich alleine machen kann.
Was kann ich denn alleine....?
Nägel machen. Das kann ich ganz gut. Darauf läßt sich ja aufbauen.
Was kann ich noch?
Schreiben liegt mir auch ganz gut.
Tja, und dann wird es schon schwierig. Denn wie immer auf der Welt, die Ideen sind da, an der Umsetzung scheitert es noch nicht mal. Nur an der blöden Kohle.
DENN: Ich habe es schon fertig im Kopf: eine kleine 1 Zimmer-Wohnung, in dem ich in der einen Ecke Nägel machen kann, und in der anderen Ecke werde ich meine Liege aufbauen und Reiki geben.
Dann kommt noch eine Schlafcouch rein, damit ich mir auch mal ein freies Wochenende nehmen kann. Wobei ich diese Schlafcouch als Rückzugsort auch für meine Freunde zur Verfügung stellen würde :-)
Ich könnte also in Ruhe arbeiten, und eine Ruhe-Oase hätte ich auch noch.
Nun habe ich 2 Probleme: Meine Ungeduld, und das Geld.
Werbung machen kostet Geld, Webseite machen kostet Geld. Reiki-Ausbildung kostet Geld.
Ich brauch einen Teilhaber oder einen Sponsor...
Aber die Pläne sind da, und ich werde sie umsetzen.
Meine Therapie ist auch in Planung. Und bis es soweit ist, werde ich alle schlechten Gefühle einfach sammeln, mir von der Seele schreiben für mein Buch. Da ich ja Pläne habe, kann ich die Gefühle vielleicht auch umsetzen in Energie.
Musik hilft auch immer beim Verarbeiten. Und Weinen. Alles mal raus lassen. Ist für den Moment nicht schön, aber im Nachhinein, so nach einer Woche durchheulen kann ich sagen: es wird leichter. Es tut noch ohne Ende weh, aber es wird besser.
Und wer weiß schon, was die Zukunft bringt? Alles ist für Irgendetwas gut, auch wenn man vielleicht nicht gleich erkennen kann, für was.
Es ist weiß Gott nicht einfach, sein ganzes Leben umzukrempeln. Es ist verdammt schwer, sich nur auf sich zu konzentrieren. Es tut verdammt weh, wenn man weiß, dass man anderen vielleicht weh tun muss.
Aber es hilft keinem weiter, wenn man sich selbst vergisst, hinten anstellt oder sogar ganz aufgibt.
Und man gibt den anderen auch die Chance auf ein neues und besseres Leben.
Das Problem für mich war nur, dass ich ja nicht wusste, wie ich meinem Umfeld klar mache, dass ich nun als erstes an mich denken muss. Wie werden sie reagieren? Soll ich überhaupt etwas sagen? Oder sitze ich es aus und leide noch ein paar Jahre vor mich hin, in der Hoffnung, dass alles wieder gut wird?
NEIN! Ich bin der wichtigste Mensch. Auch wenn sich das egoistisch anhört. Solange ich nicht glücklich bin, ist der Rest doch auch Käse.
Also habe ich das Wochenende mit vielen Gesprächen verbracht, die eigentlich nur eines an den Tag legten: "Werde dir selbst darüber klar, was du willst." Die Konsequenzen muss ich tragen, das weiß ich.
Aber komme ich mit den Konsequenzen klar? Bin ich schon stark genug?
Bin ich nicht unfair meiner Familie gegenüber, wenn ich jetzt alles versuche, dass es wieder besser wird, aber in ein paar Monaten geht es doch nicht mehr? Weil ich noch kaputter bin, als jetzt schon?
Wir sind uns einig: Eine Garantie gibt es nie. Egal, für was.
Also müssen jetzt Pläne her. Meine Pläne. Dinge, die ich alleine machen kann.
Was kann ich denn alleine....?
Nägel machen. Das kann ich ganz gut. Darauf läßt sich ja aufbauen.
Was kann ich noch?
Schreiben liegt mir auch ganz gut.
Tja, und dann wird es schon schwierig. Denn wie immer auf der Welt, die Ideen sind da, an der Umsetzung scheitert es noch nicht mal. Nur an der blöden Kohle.
DENN: Ich habe es schon fertig im Kopf: eine kleine 1 Zimmer-Wohnung, in dem ich in der einen Ecke Nägel machen kann, und in der anderen Ecke werde ich meine Liege aufbauen und Reiki geben.
Dann kommt noch eine Schlafcouch rein, damit ich mir auch mal ein freies Wochenende nehmen kann. Wobei ich diese Schlafcouch als Rückzugsort auch für meine Freunde zur Verfügung stellen würde :-)
Ich könnte also in Ruhe arbeiten, und eine Ruhe-Oase hätte ich auch noch.
Nun habe ich 2 Probleme: Meine Ungeduld, und das Geld.
Werbung machen kostet Geld, Webseite machen kostet Geld. Reiki-Ausbildung kostet Geld.
Ich brauch einen Teilhaber oder einen Sponsor...
Aber die Pläne sind da, und ich werde sie umsetzen.
Meine Therapie ist auch in Planung. Und bis es soweit ist, werde ich alle schlechten Gefühle einfach sammeln, mir von der Seele schreiben für mein Buch. Da ich ja Pläne habe, kann ich die Gefühle vielleicht auch umsetzen in Energie.
Musik hilft auch immer beim Verarbeiten. Und Weinen. Alles mal raus lassen. Ist für den Moment nicht schön, aber im Nachhinein, so nach einer Woche durchheulen kann ich sagen: es wird leichter. Es tut noch ohne Ende weh, aber es wird besser.
Und wer weiß schon, was die Zukunft bringt? Alles ist für Irgendetwas gut, auch wenn man vielleicht nicht gleich erkennen kann, für was.
Es ist weiß Gott nicht einfach, sein ganzes Leben umzukrempeln. Es ist verdammt schwer, sich nur auf sich zu konzentrieren. Es tut verdammt weh, wenn man weiß, dass man anderen vielleicht weh tun muss.
Aber es hilft keinem weiter, wenn man sich selbst vergisst, hinten anstellt oder sogar ganz aufgibt.
Und man gibt den anderen auch die Chance auf ein neues und besseres Leben.
Donnerstag, 27. Oktober 2011
Home...
...nicht so toll, wie ich dachte...
Ich fühle mich, als hätte ich Liebeskummer. Als hätte mir die Klinik das schönste Leben vorgegauckelt, mich in Höchstform gebracht, die tollsten Glücksgefühle geschenkt, und dann mit einem Arschtritt ins alte Leben gelassen.
Ich war beflügelt mit Glück und Zuversicht. Noch am Montag ging es mir sooo gut. Und jetzt ist alles vorbei.
Ich bin zurück, und hier hat sich nichts geändert. Der alte Trott, der alte Mist, aus dem ich ja so unbedingt entfliehen wollte..... alles beim alten.
Ich habe mich sehr verändert, aber die Menschen und der Alltag hier nicht.
Ich hatte das Thema "Wie mache ich nach der Klinik zu Hause weiter" auch letzte Woche noch in der Gruppe besprochen. Aber bekommt man eine Lösung? Nein. "Muss jeder am besten für sich selbst finden, liebe Judith."
ICH BRAUCH ABER EINE LÖSUNG!!!
Mir fehlt hier die Abwechslung, der blöde Speisesaal, die Cafeteria, im Kalten zu sitzen und in Ruhe eine rauchen. Mir fehlen die Leute, die ich zurück lassen musste.
Meine nächste Handyrechnung krieg ich am besten gar nicht.... SMS ohne Ende, dass auch ich fehle.
Das ist wunderschön zu lesen, und auch mal zu hören! Ich fehle. Ich habe eine Lücke hinterlassen. Ich bin nicht "aus den Augen-aus dem Sinn".
Aber ich will zurück....
Hab ich vor ein paar Wochen nicht geschrieben, dass ich es mir nie hätte vorstellen können, länger als 3 Wochen in der Klinik bleiben zu wollen?
Hätten sie lieber mal noch 6 Wochen drauf geknallt...
Ich hatte sogar schon eingeplant, dass ich nächste Woche am Wochenende hinfahre, um mir nochmal ein bisschen Kraft dort zu holen. Wäre im Prinzip auch kein Problem. Bis nach Pforzheim komme ich, dann würde mich dort auch jemand holen. Übernachten wird wohl auch kein Problem sein, bei den vielen Hotels dort.
Aber mache ich mir dadurch nicht doch noch alles schlimmer? Wer sagt mir denn, dass ich nicht wieder in mich zusammen falle, wenn ich mich dann wieder trennen muss?
Ich würde mir noch einmal eine Dosis "Liebe", Kraft, Verständniss und Freundschaft in den Koffer packen, dass hier dann auch wieder weg wäre, sobald ich den Koffer aufmache.
Ich werde nicht fahren. Ich gehe auf kalten Entzug. Bin schon mitten drin. Zittern, Herzklopfen, Herzschmerz, keinen Hunger mehr... Ich bin am Ende.
Ich will nur noch auf meine Couch, mir die Decke über den Kopf ziehen und schlafen. Schlafen, bis alles wieder gut ist.
Gestern wurde mir noch ein sehr "netter" Satz auf den Weg gegeben: "Löse Dich emotional davon." Sehr witzig. Wie das gehen soll, hat mir keiner gesagt....
Fazit: Ich werde am Wochenende nicht nach Schömberg fahren, und ich werde es auch ansonsten nie wieder tun. Ich werde mir für das nächste Mal doch eine andere Klinik suchen. Denn mit Schömberg sind zu viele Erinnerungen verbunden.
Ausser wird planen unsere nächste Reha alle zusammen zur gleichen Zeit ;-)
Ich fühle mich, als hätte ich Liebeskummer. Als hätte mir die Klinik das schönste Leben vorgegauckelt, mich in Höchstform gebracht, die tollsten Glücksgefühle geschenkt, und dann mit einem Arschtritt ins alte Leben gelassen.
Ich war beflügelt mit Glück und Zuversicht. Noch am Montag ging es mir sooo gut. Und jetzt ist alles vorbei.
Ich bin zurück, und hier hat sich nichts geändert. Der alte Trott, der alte Mist, aus dem ich ja so unbedingt entfliehen wollte..... alles beim alten.
Ich habe mich sehr verändert, aber die Menschen und der Alltag hier nicht.
Ich hatte das Thema "Wie mache ich nach der Klinik zu Hause weiter" auch letzte Woche noch in der Gruppe besprochen. Aber bekommt man eine Lösung? Nein. "Muss jeder am besten für sich selbst finden, liebe Judith."
ICH BRAUCH ABER EINE LÖSUNG!!!
Mir fehlt hier die Abwechslung, der blöde Speisesaal, die Cafeteria, im Kalten zu sitzen und in Ruhe eine rauchen. Mir fehlen die Leute, die ich zurück lassen musste.
Meine nächste Handyrechnung krieg ich am besten gar nicht.... SMS ohne Ende, dass auch ich fehle.
Das ist wunderschön zu lesen, und auch mal zu hören! Ich fehle. Ich habe eine Lücke hinterlassen. Ich bin nicht "aus den Augen-aus dem Sinn".
Aber ich will zurück....
Hab ich vor ein paar Wochen nicht geschrieben, dass ich es mir nie hätte vorstellen können, länger als 3 Wochen in der Klinik bleiben zu wollen?
Hätten sie lieber mal noch 6 Wochen drauf geknallt...
Ich hatte sogar schon eingeplant, dass ich nächste Woche am Wochenende hinfahre, um mir nochmal ein bisschen Kraft dort zu holen. Wäre im Prinzip auch kein Problem. Bis nach Pforzheim komme ich, dann würde mich dort auch jemand holen. Übernachten wird wohl auch kein Problem sein, bei den vielen Hotels dort.
Aber mache ich mir dadurch nicht doch noch alles schlimmer? Wer sagt mir denn, dass ich nicht wieder in mich zusammen falle, wenn ich mich dann wieder trennen muss?
Ich würde mir noch einmal eine Dosis "Liebe", Kraft, Verständniss und Freundschaft in den Koffer packen, dass hier dann auch wieder weg wäre, sobald ich den Koffer aufmache.
Ich werde nicht fahren. Ich gehe auf kalten Entzug. Bin schon mitten drin. Zittern, Herzklopfen, Herzschmerz, keinen Hunger mehr... Ich bin am Ende.
Ich will nur noch auf meine Couch, mir die Decke über den Kopf ziehen und schlafen. Schlafen, bis alles wieder gut ist.
Gestern wurde mir noch ein sehr "netter" Satz auf den Weg gegeben: "Löse Dich emotional davon." Sehr witzig. Wie das gehen soll, hat mir keiner gesagt....
Fazit: Ich werde am Wochenende nicht nach Schömberg fahren, und ich werde es auch ansonsten nie wieder tun. Ich werde mir für das nächste Mal doch eine andere Klinik suchen. Denn mit Schömberg sind zu viele Erinnerungen verbunden.
Ausser wird planen unsere nächste Reha alle zusammen zur gleichen Zeit ;-)
Montag, 24. Oktober 2011
Update Nummer 3...
... und auch das letzte aus Schömberg direkt.
In 24 Stunden bin ich zu Hause.
Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach Hause.
Gerade die letzten Tage waren toll, denn es sind viele neue Patienten angereist, mit denen ich mich suuuper verstehe. Aber leider muss ich sie morgen verlassen.
Es ist hier aber immer schwierig, denn ein ständiges Kommen und Gehen ist jede Woche angesagt.
Wahrscheinlich werden einige Tränchen fließen morgen... :-(
Die letzte Woche war teils/teils. Der Besuch meiner Familie hat mir doch sehr geholfen und mich gestärkt. Ich war guter Laune, und mir ging es bestens.
Am Montag vor einer Woche habe ich dann tatsächlich alle Termine geschafft, wobei ich mir 2 auch hätte sparen können. Wer nimmt schon morgens um halb zehn ein Vollbad zu Entspannung, wo man doch müde von wird? Pilates ist auch nicht meines, wobei ich im Nachhinein auch erfahren habe, dass ich das wahrscheinlich auch gar nicht machen darf, da ich ja Probleme mit meiner Gebärmutter habe.
Mittags dann wieder Gruppe. Das strengt mich immer sehr an. Erstens, weil ich 100 min in einem Zimmer sitzen muss, und zweitens weil über so viele Dinge gesprochen werden, die einfach anstrengend für den Kopf sind. Ich war während der Gruppe zwar nicht entspannt, aber ich hab sie durchgehalten.
Mit dem Ergebniss wieder, dass ich am Dienstag NICHTS gemacht habe, weil ich einfach nicht konnte.
Ich hatte eine solche Wut im Bauch jedesmal, wenn ich auf meinen Therapieplan schaute, dass ich alles ausfallen ließ. Es waren nur 3 Termine, aber ich konnte einfach nicht. Ich wollte einen Tag nur für mich.
So hab ich mir meinen MP3 Player geschnappt, und saß den ganzen Tag in der Sonne.
Für mich ein absoluter Therapie-Erfolg! Wann hab ich das letzte Mal meine Wohnung für 1 1/2 Stunden verlassen?
Am Mittwoch dann der Hammer: morgens beim Aufstehen schon kein Kreislauf, Schwindel ect.
Ich mache meinen Vorhang im Zimmer auf, und was sehe ich??? SCHNEE!!!! Große, dicke, weiße Flocken kamen den ganzen Vormittag vom Himmel! Er blieb zwar nicht liegen, aber den ersten Schnee dieses Jahr hab ich schon hinter mir.
An diesem Tag sind auch viele Termine ausgefallen, weil viele Patienten mit dem Kreislauf zu tun hatten. War ja auch kein Wunder, wenn man am Tag vorher noch im T-Shirt rumgelaufen ist. Und dann soll der Körper einen Temperatursturz von über 20 Grad verkraften.
Donnerstag Morgen um halb neun dann Gruppe. Das hat mir schon wieder für den ganzen Tag gereicht... Ich war voller Kraft und Motivation, und in der Gruppe selber ging es mir schon besser, als in den Gruppen davor. Aber irgendwie hat danach mein Körper wieder angefangen, das alles zu bearbeiten. Nicht mein Kopf hat gearbeitet, sondern der Körper. Ich war wirklich ausser Stande, die anderen Termine am Tag zu schaffen. Mir ging es aber nicht alleine so. Es wühlt auf, und ich sehe auch das Positive daran. Denn es scheint ja was zu bewegen :-)
Freitag waren dann für mich gar keine Termine mehr angesetzt, da die Therapieplanung bei mir einen Fehler gemacht hatte. Aber auch das war nicht schlimm. So konnte ich die letzten 3 Tage in "Freiheit" gut genießen ;-)
Und mir ging es soooo gut! Ich hab am Samstag einen Stadtbummel gemacht, und saß danach noch in der Cafeteria. Und gestern bin ich der Sonne hinterher gelaufen. Egal, wo sie schien, ich hinterher. Ich war also auch kaum auf meinem Zimmer :-)
Fazit nach 3 Wochen: ich bin gestärkt. Ich traue mir mehr zu. Ich kann auch wieder Vieles alleine.
Nur bin ich unendlich traurig, dass ich hier meine Bezugspersonen nicht einfach mit in den Koffer packen kann. Die Gespräche werden mir sehr fehlen, denn hier hat jeder sein Päckchen zu tragen, und jeder versteht jeden. Hier ist kein Druck von aussen, hier "liebt" jeder jeden. Man wird verstanden.
Zu Hause muss man sich doch oft rechtfertigen, wenn es einem mal nicht so gut geht. Und viele verstehen es nicht.
Hier versteht es auch nicht jeder, aber es wird akzeptiert, ohne dass hinter dem Rücken geredet wird. Und wenn doch, dann nur, um Lösungen zu finden.
HILFE. Ein ganz großes Wort, dass es hier in Hülle und Fülle gibt.
Auf einer Seite freue ich mich sehr auf zu Hause, auf der anderen Seite muss ich meine "Familie" hier verlassen. Ich hätte nie gedacht, dass mir der Abschied so schwer fallen würde.
Aber in Zeiten von Facebook, Email und Handy sind sie alle doch nicht so weit ;-)
Und irgendwann bin ich wieder so fit, dass ich sie alle besuchen kann ;-)
Darauf freue ich mich jetzt schon :-)))
In diesem Sinne seht Ihr, dass es auch Zeiten geben kann, wenn die Welt auch dunkelschwarz wird, danach kommt grau, und irgendwann wandelt sich alles in silbriges Licht. Und alles wird gut :-)
In 24 Stunden bin ich zu Hause.
Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach Hause.
Gerade die letzten Tage waren toll, denn es sind viele neue Patienten angereist, mit denen ich mich suuuper verstehe. Aber leider muss ich sie morgen verlassen.
Es ist hier aber immer schwierig, denn ein ständiges Kommen und Gehen ist jede Woche angesagt.
Wahrscheinlich werden einige Tränchen fließen morgen... :-(
Die letzte Woche war teils/teils. Der Besuch meiner Familie hat mir doch sehr geholfen und mich gestärkt. Ich war guter Laune, und mir ging es bestens.
Am Montag vor einer Woche habe ich dann tatsächlich alle Termine geschafft, wobei ich mir 2 auch hätte sparen können. Wer nimmt schon morgens um halb zehn ein Vollbad zu Entspannung, wo man doch müde von wird? Pilates ist auch nicht meines, wobei ich im Nachhinein auch erfahren habe, dass ich das wahrscheinlich auch gar nicht machen darf, da ich ja Probleme mit meiner Gebärmutter habe.
Mittags dann wieder Gruppe. Das strengt mich immer sehr an. Erstens, weil ich 100 min in einem Zimmer sitzen muss, und zweitens weil über so viele Dinge gesprochen werden, die einfach anstrengend für den Kopf sind. Ich war während der Gruppe zwar nicht entspannt, aber ich hab sie durchgehalten.
Mit dem Ergebniss wieder, dass ich am Dienstag NICHTS gemacht habe, weil ich einfach nicht konnte.
Ich hatte eine solche Wut im Bauch jedesmal, wenn ich auf meinen Therapieplan schaute, dass ich alles ausfallen ließ. Es waren nur 3 Termine, aber ich konnte einfach nicht. Ich wollte einen Tag nur für mich.
So hab ich mir meinen MP3 Player geschnappt, und saß den ganzen Tag in der Sonne.
Für mich ein absoluter Therapie-Erfolg! Wann hab ich das letzte Mal meine Wohnung für 1 1/2 Stunden verlassen?
Am Mittwoch dann der Hammer: morgens beim Aufstehen schon kein Kreislauf, Schwindel ect.
Ich mache meinen Vorhang im Zimmer auf, und was sehe ich??? SCHNEE!!!! Große, dicke, weiße Flocken kamen den ganzen Vormittag vom Himmel! Er blieb zwar nicht liegen, aber den ersten Schnee dieses Jahr hab ich schon hinter mir.
An diesem Tag sind auch viele Termine ausgefallen, weil viele Patienten mit dem Kreislauf zu tun hatten. War ja auch kein Wunder, wenn man am Tag vorher noch im T-Shirt rumgelaufen ist. Und dann soll der Körper einen Temperatursturz von über 20 Grad verkraften.
Donnerstag Morgen um halb neun dann Gruppe. Das hat mir schon wieder für den ganzen Tag gereicht... Ich war voller Kraft und Motivation, und in der Gruppe selber ging es mir schon besser, als in den Gruppen davor. Aber irgendwie hat danach mein Körper wieder angefangen, das alles zu bearbeiten. Nicht mein Kopf hat gearbeitet, sondern der Körper. Ich war wirklich ausser Stande, die anderen Termine am Tag zu schaffen. Mir ging es aber nicht alleine so. Es wühlt auf, und ich sehe auch das Positive daran. Denn es scheint ja was zu bewegen :-)
Freitag waren dann für mich gar keine Termine mehr angesetzt, da die Therapieplanung bei mir einen Fehler gemacht hatte. Aber auch das war nicht schlimm. So konnte ich die letzten 3 Tage in "Freiheit" gut genießen ;-)
Und mir ging es soooo gut! Ich hab am Samstag einen Stadtbummel gemacht, und saß danach noch in der Cafeteria. Und gestern bin ich der Sonne hinterher gelaufen. Egal, wo sie schien, ich hinterher. Ich war also auch kaum auf meinem Zimmer :-)
Fazit nach 3 Wochen: ich bin gestärkt. Ich traue mir mehr zu. Ich kann auch wieder Vieles alleine.
Nur bin ich unendlich traurig, dass ich hier meine Bezugspersonen nicht einfach mit in den Koffer packen kann. Die Gespräche werden mir sehr fehlen, denn hier hat jeder sein Päckchen zu tragen, und jeder versteht jeden. Hier ist kein Druck von aussen, hier "liebt" jeder jeden. Man wird verstanden.
Zu Hause muss man sich doch oft rechtfertigen, wenn es einem mal nicht so gut geht. Und viele verstehen es nicht.
Hier versteht es auch nicht jeder, aber es wird akzeptiert, ohne dass hinter dem Rücken geredet wird. Und wenn doch, dann nur, um Lösungen zu finden.
HILFE. Ein ganz großes Wort, dass es hier in Hülle und Fülle gibt.
Auf einer Seite freue ich mich sehr auf zu Hause, auf der anderen Seite muss ich meine "Familie" hier verlassen. Ich hätte nie gedacht, dass mir der Abschied so schwer fallen würde.
Aber in Zeiten von Facebook, Email und Handy sind sie alle doch nicht so weit ;-)
Und irgendwann bin ich wieder so fit, dass ich sie alle besuchen kann ;-)
Darauf freue ich mich jetzt schon :-)))
In diesem Sinne seht Ihr, dass es auch Zeiten geben kann, wenn die Welt auch dunkelschwarz wird, danach kommt grau, und irgendwann wandelt sich alles in silbriges Licht. Und alles wird gut :-)
Samstag, 15. Oktober 2011
Update Nummer 2
Geht's mir besser?
Ein wenig.
Bringt es mir hier etwas?
Ein wenig.
Macht es Spaß?
Ein wenig.
Will ich immernoch JETZT nach Hause?
JAAAA!!!!
Der Reihe nach: mein letztes Update schloss mit dem Freitag vor einer Woche.
Da in dieser Woche ausser den schon genannten Terminen nichts mehr anstand, hab ich mich doch tatsächlich dazu in der Lage gesehen, in den nicht weit entfernten Edeka zu fahren und Trinken zu kaufen. (Am Rande: hier gibt es nichts umsonst. Kein Wasser, kein Tee, kein Kaffee. Alles selber kaufen!)
Ich hatte meine "Stütze" M. an meiner Seite, der mit dem Auto hier anreiste, was sich als sehr praktisch erweist, wenn man Trinken kaufen muss.
Ich hab mich dann mit allem eingedeckt. Im Edeka selbst hatte ich wieder den üblichen Schwindel, Schweißausbrüche, leichte Übelkeit. Aber da M. dabei war, konnte ich mich auch gut ablenken. Nach 20 min waren wir auch wieder draussen. Überlebt :-)
Und ich war fast schon euphorisch! Ich ging abends fast komplett entspannt zum Speisesaal. Auch abends saß ich noch lange draussen. Als Raucher hat man da sowieso keine andere Wahl...;-)
Mit dieser Euphorie habe ich mich dann auch bereit erklärt, am Samstag Mittag mit M. durch Schömberg zu laufen. Einfach mal schauen, wie weit wir kommen. Wir waren dann im Sportgeschäft. Er kaufte ein, ich nicht. Nicht jeder kann sich Jack Wolfskin leisten ;-)
Ich wollte noch in den Schmuckladen, aber der hatte schon zu. Wer weiß, für was es gut war ;-)
Jedenfalls ist man in 20 min durch Schömberg durch, daher gingen wir wieder zurück.
Ich war wieder unheimlich stolz auf mich, dass ich einen kleinen Stadtbummel geschafft hatte!
Aber am Sonntag kam dann wieder die Rechnung meines Körpers: absolute Schwäche, Kreislauf im Keller, Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit.
Wieder ein Signal meines Körpers, der mir sagen will, dass es mir einfach nicht gut gehen darf. Kenne ich ja schon. Kaum geht es mir gut, kommt der Holzhammer wieder.
Ich habe mich also von meinem Körper wieder einmal ans Bett fesseln lassen müssen.
Montags ging es wieder besser. Ich habe nicht alle Termine geschafft, auch die Mahlzeiten gehen nicht immer.
Nur eines kann ich jetzt mit Sicherheit sagen: Gruppentherapien sind nix für mich! Ich war irre nervös, und dann hab ich die ganze Runde fast 100 min mit meinen Geschichten "unterhalten". Aber einen wirklichen Nutzen daraus kann ich nicht sehen. Mich interessieren die anderen Geschichten nicht. Ich will nicht wissen, wer Probleme damit hat, dass er von seinem Chef nicht richtig gelobt wird. Ich will auch nicht wissen, wenn jemand niemandem zum Scrabble spielen findet.
Natürlich nehme ich die Probleme der anderen ernst. Aber mich persönlich bringt das nicht weiter. Ich hätte stattdessen lieber mehr Einzelsitzungen. Und so geht es auch fast jedem hier. Naja, aber es gehört halt wohl dazu.
Ansonsten stand viel auf dem Programm: Pilates, Gerätetraining, Qui Gong, Walking, Massage, Vollbad, Sandliege, Wassergymnastik usw...
ABER WIE SOLL MIR DAS ALLES AUS MEINER PHOBIE HELFEN???????
Die Leute sind nett, das Essen ist super, die Angebote klasse, das Haus schön. Meine Therapeutin auch prima. Aber ich sehe sie nur einmal die Woche für 25 min! Wie soll das helfen?
Ich schaffe es immer noch nicht regelmäßig in den Speisesaal. Hab mich schon 2 Mal von ausserhalb versorgen lassen. Also Döner und Spaghetti kann man in Schömberg empfehlen :-)
Aber kann es das sein?
Ich habe noch eine Woche vor mir. Vor jedem Termin habe ich Horror. Speisesaal ist mir auch noch ein Graus.
Aber ich habe den Plan soviel wie möglich davon auch zu schaffen.
Das Gute ist, dass ich nicht alles mitmachen muss, wenn ich mich nicht danach fühle. Ich hoffe, ich schaffe nächste Woche mehr. Denn diese Woche lag ich mal 3 Tage flach. Ich merkte, es kommt eine Erkältung, die ich Gott sei Dank durch die 3 Tage Ruhe abgewendet habe. Also konnte ich nicht viel machen.
Nächste Woche wird es besser. Hoffentlich.....
Ach ja: Nachdem sie mir schon letzte Woche 5 Liter Blut abgenommen hatten, und ich dann auch noch an einem Tag 3 mal zum Blutzucker messen musste, haben sie jetzt festgestellt, dass mein Cholesterinwert zu hoch ist. Nicht alamierend, aber ich darf nun kaum noch Fett essen. SUPER!
Meine Schilddrüse funktioniert auch nicht so richtig. Über- oder Unterfunktion. Ich habs vergessen. Ich weiß nur, dass mein Hausarzt dann einen Ultraschall machen muss. Blutzucker schwankt, daher nächste Woche nochmal 5 Liter Blut abgeben zur absoluten Kontrolle. AAAAAAAAHHHHHHH!!!!!
Ich komm hier kränker raus, als ich kam....
Fazit bis jetzt also: ich will immer noch nach Hause, gerade weil meine tolle Familie heute da war, und ich sie tatsächlich vermisse ;-) . Ich sehe immer noch keinen Sinn hier, was ich hier mache, und ich weiß, dass mir die Leute und die Gespräche hier fehlen werden. Es ist angenehmer mit Menschen zu sprechen, vor denen ich mich nicht rechtfertigen muss. Ich werde hier noch egoistischer als ich schon war, aber ich empfinde das als positiv.
Ich würde jederzeit wieder hierher kommen. Aber das nächste Mal muss ich gestärkter sein. Denn ich habe mir zu viel zugemutet. Das weiß ich jetzt.
Gesünder gehe ich nicht nach Hause. Ein bisschen schlauer vielleicht, und 2 Freunde werde ich sicher auch nicht verlieren, aber gesünder werde ich nicht.
Ich habe jetzt noch 10 Tage. Ein drittes Update kurz vor meiner Abreise wird folgen. Vielleicht habe ich dann ja doch noch andere Ergebnisse und Erkenntnisse.
Bis dahin, macht es gut!!! :-)
Ein wenig.
Bringt es mir hier etwas?
Ein wenig.
Macht es Spaß?
Ein wenig.
Will ich immernoch JETZT nach Hause?
JAAAA!!!!
Der Reihe nach: mein letztes Update schloss mit dem Freitag vor einer Woche.
Da in dieser Woche ausser den schon genannten Terminen nichts mehr anstand, hab ich mich doch tatsächlich dazu in der Lage gesehen, in den nicht weit entfernten Edeka zu fahren und Trinken zu kaufen. (Am Rande: hier gibt es nichts umsonst. Kein Wasser, kein Tee, kein Kaffee. Alles selber kaufen!)
Ich hatte meine "Stütze" M. an meiner Seite, der mit dem Auto hier anreiste, was sich als sehr praktisch erweist, wenn man Trinken kaufen muss.
Ich hab mich dann mit allem eingedeckt. Im Edeka selbst hatte ich wieder den üblichen Schwindel, Schweißausbrüche, leichte Übelkeit. Aber da M. dabei war, konnte ich mich auch gut ablenken. Nach 20 min waren wir auch wieder draussen. Überlebt :-)
Und ich war fast schon euphorisch! Ich ging abends fast komplett entspannt zum Speisesaal. Auch abends saß ich noch lange draussen. Als Raucher hat man da sowieso keine andere Wahl...;-)
Mit dieser Euphorie habe ich mich dann auch bereit erklärt, am Samstag Mittag mit M. durch Schömberg zu laufen. Einfach mal schauen, wie weit wir kommen. Wir waren dann im Sportgeschäft. Er kaufte ein, ich nicht. Nicht jeder kann sich Jack Wolfskin leisten ;-)
Ich wollte noch in den Schmuckladen, aber der hatte schon zu. Wer weiß, für was es gut war ;-)
Jedenfalls ist man in 20 min durch Schömberg durch, daher gingen wir wieder zurück.
Ich war wieder unheimlich stolz auf mich, dass ich einen kleinen Stadtbummel geschafft hatte!
Aber am Sonntag kam dann wieder die Rechnung meines Körpers: absolute Schwäche, Kreislauf im Keller, Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit.
Wieder ein Signal meines Körpers, der mir sagen will, dass es mir einfach nicht gut gehen darf. Kenne ich ja schon. Kaum geht es mir gut, kommt der Holzhammer wieder.
Ich habe mich also von meinem Körper wieder einmal ans Bett fesseln lassen müssen.
Montags ging es wieder besser. Ich habe nicht alle Termine geschafft, auch die Mahlzeiten gehen nicht immer.
Nur eines kann ich jetzt mit Sicherheit sagen: Gruppentherapien sind nix für mich! Ich war irre nervös, und dann hab ich die ganze Runde fast 100 min mit meinen Geschichten "unterhalten". Aber einen wirklichen Nutzen daraus kann ich nicht sehen. Mich interessieren die anderen Geschichten nicht. Ich will nicht wissen, wer Probleme damit hat, dass er von seinem Chef nicht richtig gelobt wird. Ich will auch nicht wissen, wenn jemand niemandem zum Scrabble spielen findet.
Natürlich nehme ich die Probleme der anderen ernst. Aber mich persönlich bringt das nicht weiter. Ich hätte stattdessen lieber mehr Einzelsitzungen. Und so geht es auch fast jedem hier. Naja, aber es gehört halt wohl dazu.
Ansonsten stand viel auf dem Programm: Pilates, Gerätetraining, Qui Gong, Walking, Massage, Vollbad, Sandliege, Wassergymnastik usw...
ABER WIE SOLL MIR DAS ALLES AUS MEINER PHOBIE HELFEN???????
Die Leute sind nett, das Essen ist super, die Angebote klasse, das Haus schön. Meine Therapeutin auch prima. Aber ich sehe sie nur einmal die Woche für 25 min! Wie soll das helfen?
Ich schaffe es immer noch nicht regelmäßig in den Speisesaal. Hab mich schon 2 Mal von ausserhalb versorgen lassen. Also Döner und Spaghetti kann man in Schömberg empfehlen :-)
Aber kann es das sein?
Ich habe noch eine Woche vor mir. Vor jedem Termin habe ich Horror. Speisesaal ist mir auch noch ein Graus.
Aber ich habe den Plan soviel wie möglich davon auch zu schaffen.
Das Gute ist, dass ich nicht alles mitmachen muss, wenn ich mich nicht danach fühle. Ich hoffe, ich schaffe nächste Woche mehr. Denn diese Woche lag ich mal 3 Tage flach. Ich merkte, es kommt eine Erkältung, die ich Gott sei Dank durch die 3 Tage Ruhe abgewendet habe. Also konnte ich nicht viel machen.
Nächste Woche wird es besser. Hoffentlich.....
Ach ja: Nachdem sie mir schon letzte Woche 5 Liter Blut abgenommen hatten, und ich dann auch noch an einem Tag 3 mal zum Blutzucker messen musste, haben sie jetzt festgestellt, dass mein Cholesterinwert zu hoch ist. Nicht alamierend, aber ich darf nun kaum noch Fett essen. SUPER!
Meine Schilddrüse funktioniert auch nicht so richtig. Über- oder Unterfunktion. Ich habs vergessen. Ich weiß nur, dass mein Hausarzt dann einen Ultraschall machen muss. Blutzucker schwankt, daher nächste Woche nochmal 5 Liter Blut abgeben zur absoluten Kontrolle. AAAAAAAAHHHHHHH!!!!!
Ich komm hier kränker raus, als ich kam....
Fazit bis jetzt also: ich will immer noch nach Hause, gerade weil meine tolle Familie heute da war, und ich sie tatsächlich vermisse ;-) . Ich sehe immer noch keinen Sinn hier, was ich hier mache, und ich weiß, dass mir die Leute und die Gespräche hier fehlen werden. Es ist angenehmer mit Menschen zu sprechen, vor denen ich mich nicht rechtfertigen muss. Ich werde hier noch egoistischer als ich schon war, aber ich empfinde das als positiv.
Ich würde jederzeit wieder hierher kommen. Aber das nächste Mal muss ich gestärkter sein. Denn ich habe mir zu viel zugemutet. Das weiß ich jetzt.
Gesünder gehe ich nicht nach Hause. Ein bisschen schlauer vielleicht, und 2 Freunde werde ich sicher auch nicht verlieren, aber gesünder werde ich nicht.
Ich habe jetzt noch 10 Tage. Ein drittes Update kurz vor meiner Abreise wird folgen. Vielleicht habe ich dann ja doch noch andere Ergebnisse und Erkenntnisse.
Bis dahin, macht es gut!!! :-)
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