Freitag, 31. Januar 2014

Again...it's Friday!

und es ist  
- day


Mein Ding of the day #4 ist:
 
ein Loop-Schal für meinen Mann :-)



Da ich momentan einen fürchterlichen Tages-/Nacht-Rhythmus habe, kann ich die Zeit nachts ja auch positiv nutzen.
Gestern waren ein paar Häkelarbeiten dran, heute wurde ein Schal für meinen Mann gestrickt. Und meiner ist gerade in Arbeit.

Es hilft ein bisschen, wenn ich meine Hände benutzen kann. Sonst würde ich nur grübelnd auf meinem Bett sitzen und warten, bis alles vorbei ist. Somit zwinge ich mich auch, etwas für mich zu tun. Ich weiß ja, dass es mir besser geht, wenn ich arbeite.

Ich freue mich wirklich schon auf den Frühling. Diesmal nicht, weil dann die schlimmsten Krankheitswellen vorbei sind. Nein! Wenn es etwas wärmer wird, dann kann ich wieder draussen mit Holz arbeiten. :-)
Von meinen Garderoben wollte zwar noch keiner eine haben, aber vielleicht muss ich einfach mein Angebot noch etwas erweitern. Material für 2-3 weitere ist noch da :-)


Bis dahin halte ich mich an meinen Nadeln fest, sei es Strick oder Häkel, und bestimmt kann ich nächste Woche mal ein paar Ergebnisse zeigen :-)

Wenn Ihr auch bei Ding of the day mitmachen wollt, dann klickt einfach auf  Ding of the day. Dort findet Ihr alles weitere super von Regina erklärt :-)

Bis nächste Woche!!!!!!!! <3

Donnerstag, 30. Januar 2014

Es ist Ende Januar...

...und es kommt schlimmer...

Hätte jemand gedacht, dass es jetzt noch schlimmer kommen könnte? Reicht nicht das, was ich in meinem letzten Eintrag beschrieben habe?
Reicht das nicht, dass ich letzte Woche schon nicht mehr wusste, wo mir der Kopf steht?
Nein. Offensichtlich nicht.

Meine Kleine ist seit Dienstag morgen krank. Was das für mich bedeutet, hab ich schon öfter hier versucht, zu erklären. Aber irgendwie hab ich dieses Mal das Gefühl, dass es noch viel schlimmer ist.
Ich kann mich zwar in meinem Keller verschanzen, aber was hilft es...?
Ich würde gerne die ganze schlimme Phase verschlafen, aber ich kann nicht.
Ich bin von der Panik so gelähmt, dass es für mich eine enorme Anstrengung ist, von meinem Bett aufzustehen. Demnach beanspruche ich meinen Körper natürlich nicht sonderlich viel. Was wiederum dazu führt, dass mein Körper ja gar nicht müde werden kann. Daraufhin kann ich nicht schlafen.
Was mich wieder in Panik verfallen lässt, weil mein Kopf einfach nicht aufhört, zu denken.
Und schlafe ich doch einmal ein, dann wälze ich mich nur hin und her. Werde andauernd kurz wach, decke mich auf oder wieder zu, weil ich ständig schweißgebadet bin. Was darauf hin deutet, dass ich im Schlaf wieder Panikattacken habe. Also selbst wenn ich schlafe, habe ich keine Ruhe...
Mein Rhythmus die letzten Tage war so:
Montag auf Dienstag Nacht wach ab 4: 52Uhr; ab 6:50 bei meiner Family; ab da gewusst, dass die Kleine Bauchweh hat; bei mir volles Programm an Panik; mein Mann fährt Kind zur Oma und mich wieder nach Hause; schlafen von 11 bis 14:30 Uhr; schlafen 16:30 bis 20:50 Uhr; wach bis Mittwoch morgen 11:30 Uhr; schlafen bis 15 Uhr; schlafen 22 bis 3:30 Uhr; bis jetzt (6:30 Uhr) wach; Müdigkeit nicht in  Sicht...
Ich muss im Kalender schauen, was wir für einen Tag haben. Ich habe überhaupt keinen Überblick mehr...

Ich sitze also mal wieder in einem Teufelskreis, aus dem ich wahrscheinlich nicht so schnell rauskomme. Das wirklich Schlimme daran ist, ist, dass ich ab nächster Woche aber wieder "funktionieren" sollte. Spätestens Freitag in einer Woche. Da bekomme ich nämlich einen lang ersehnten Besuch, der im Stillen schon seit Jahren geplant war und nun endlich zur Realität wird :-)
Ich freue mich wirklich sehr, und ich weiß, dass mein Besuch es nicht falsch versteht, was ich jetzt schreibe, aber am liebsten würde ich absagen....
Ich habe keine Ahnung, wie ich nächste Woche Freitag zum Bahnhof soll. Ich weiß nicht, wie ich einen schönen Samstag in meiner Stadt verbringen soll, für den ich sooo viel und sorgfältig geplant habe.
Meine Freude und Spannung ist soooo wahnsinnig groß, und ich kann es eigentlich kaum erwarten.
Aber was hat mich bitte geritten, einen solchen Besuch auf Anfang Februar zu legen, wo ich doch genau weiß, dass es mir zu dieser Zeit zunehmend schlechter geht????
Ja, wir wollen auf eine Messe, die nunmal nur im Februar stattfindet. Aber ehrlich gesagt, freue ich mich mehr auf das Sightseeing, als auf die Messe ;-)
Und dann hätten wir das auch alles in den Mai oder Juni legen können.

Also werde ich nun weiter hoffen und beten, dass ich die nächsten Tage gut überstehe und ich auch nächstes Wochenende einsatzfähig sein kann. Es wäre so schade, wenn ich nicht aus dem Haus gehen könnte....

Ich hoffe, wir lesen uns die nächsten Tage zum Ding of the day. Noch hab ich keines, aber wer weiß, was noch so passiert ;-)

Montag, 27. Januar 2014

Little late....

Mein Ding of the day kommt diese Woche etwas spät :-/

Aber ich hatte ein sooo schönes Teil gefunden. Und wie es dann so ist, wenn man nicht sofort mit der Arbeit beginnt: Kopf leer!!! Ich habe es schlicht und einfach vergessen!
Gott sei Dank passiert in meinem Leben genug, dass ich auf etwas Anderes zurückgreifen kann ;-)
Und wenn mir meine Mega-Idee wieder über den Weg läuft, dann gibt es auch mal ein Ding of the day ausser der Reihe. Regina wird es mir verzeihen ;-)



DING of the day #3





Welcome to my home!!!

Und jetzt dürft Ihr es auch gleich wieder vergessen, weil ich nämlich ausziehen muss.
Kündigung wegen Eigenbedarf, der vornehmer nun Aufhebungsvertrag heißt.
Ob etwas Neues in Sicht ist...keine Ahnung.
In dieser Größe und in dieser Preisklasse und in meiner Umgebung -> so gut wie unmöglich.

Mein Mann hat es vor ein paar Tagen wirklich passend beschrieben: "So langsam glaube ich Dir, wenn Du sagst, dass immer jemand mit dem Holzhammer hinter Dir herläuft. Die Scheiße hört wohl nie auf..."

Nicht genug, dass jetzt wieder Winter ist, meine schlimmste Zeit noch vor mir liegt, sich aber mit sehr großen Schritten nähert; sich die Probleme mit Sohnemann immer mehr zuspitzen; die angebotene Hilfe nur mit Drohungen und Streit durchzusetzen war; sich meine Therapie dem Ende neigt und eine neue Genehmigung noch nicht durch ist; ich nicht mal ein Frust-Essen veranstalten kann, weil ich nix mehr vertrage, was auch schmeckt; NEIN, jetzt darf ich auch noch ne Wohnung suchen!!!!

Im November 2013 hatte ich bei jeder Gelegenheit einen lockeren Spruch auf Lager: "Am liebsten würde ich Winterschlaf machen bis April!"
DIESE JAHR MACHE ICH ES!!!!!!!!!!!!

Ich halte Euch auf dem Laufenden :-)





Freitag, 17. Januar 2014

Ding of the Day!!!



Schaffen wir eine neue Tradition und gehen mit dem Ding of the Day in eine 2. Runde :-)


Ding of the day #2

Meines sieht so aus:






Da ich vor ein paar Tagen 3 Bestellungen mit gesamt 6 Traumfängern bekommen habe, dachte ich mir, das ist DIE Gelegenheit endlich neue Produktbilder zu machen :-)
Die Bilder meiner Tassenmäntelchen fand ich so schön, dass ich die neuen Traumfänger und auch alle anderen kommenden Artikel genauso fotografieren werde.
Also an die Arbeit :-)

Ansonsten war die Woche sehr von viel körperlichem und seelischem Stress geprägt :-/
Körperlich, weil ich seit Wochen Schmerzen in meinem Fuß habe, die alle 2 Stunden da sind und 2 Stunden später wieder weg. Morgens kann ich kaum auftreten, und wenn ich Lisa in die Schule bringe kann ich manchmal hüpfen wie ein junges Reh. (JA ICH WEISS, DASS ICH NICHT WIE EIN REH AUSSEHE!!!!)
Jedenfalls nervt es ganz schön, wenn man nicht weiß, ob man beim nächsten Schritt auf die Nase fällt....

Körperlich stressig außerdem, weil ich mittlerweile so gut wie nichts mehr essen kann, was meinem Bauch auch passt. Seit Weihnachten verbringe ich deutlich zu viel Zeit im Badezimmer. Es war mal mein Lieblingszimmer, weil ich dort meine Ruhe hatte und im Spiegel war ein sehr hübsches Mädchen.
Jetzt finde ich in diesem Zimmer nur noch eine abgekämpfte, dicke Kuh, die sich weigert auf die Waage zu stehen und die sich wundert, dass sie nicht nur 40 Kilo wiegt, weil sie ja schließlich nur noch auf der Schüssel hockt. (Sorry, aber es ist nunmal so....)
Also ernähre ich mich weiter von Ofenkartoffeln, Laugenstangen, trockenen Cornflakes und Fencheltee.
Das Leben ist schön.....

Nun erklärt sich eigentlich auch wie von selbst, warum ich denn seelischen Stress habe:
1.) Ich kann so gut wie nix mehr essen, was auch Freude bereitet; bin aber trotzdem dick.
2.) Ich rauche nicht mehr, was mir mal Freude brachte. (Ich will ja auch nicht mehr!) Und weil ich nicht mehr rauche, bin ich jetzt wieder dick!
3.) Es ist nicht meine Jahreszeit. Und bei der globalen Erwärmung wird es auch noch eine Weile so bleiben, bis es Frühling wird. Der Winter war ja schließlich noch gar nicht da. Im März wahrscheinlich. Der Monat, auf den ich mich mal freute, weil das Ende nahte...
4.) Personen in meinem Umfeld, die mal wieder vergessen haben, dass ich eigentlich krank bin.
Nur weil ich jeden Tag aufstehe und meine Pflichten erfülle, heißt es nicht, dass ich wieder so einsatzfähig bin wie früher.
Und es ist immer leicht, mir Hilfe anzubieten, wenn ich in einer guten Phase bin.
Wenn ich, wie jetzt, merke, dass die gute Phase in großen Schritten vorbeirast, und ich die Hilfe einfordere, dann bin ich vielleicht sehr naiv, aber ich gehe davon aus, dass die Hilfe auch kommt.
Äääähhhh......Nöööööö........ Keine Zeit. Zu Umständlich. Falsches Wetter. Zu überraschend.
THANK YOU!!!!!!!!
Also mache ich jetzt "einfach" so weiter wie bisher und warte mal ab, wie lange ich das hinkriege. Ich probiere mein Bestes. Wirklich!
Aber ich kenne ja meinen Körper: wenn der etwas nicht will, dann rächt er sich.
Warum sitze ich nochmal so oft auf dem Klo....???


Ich bin nun jedenfalls sehr froh, dass Wochenende ist. Ein bisschen kann ich morgen länger schlafen. Und am Sonntag bin ich einfach mal nicht da oder so ;-)
Bin mal gespannt, was nächste Woche mein Ding of the day wird :-)
Und vielleicht kann ich ja auch eine Versöhnung mit der alten Tante aus dem Spiegel im Bad organisieren. Aber versprechen kann ich nichts! Manchmal ist sie nämlich ganz schön gemein!!!!
;-)

Schönes Wochenende Ihr alle!!!!!!!!! :-D <3

Freitag, 10. Januar 2014

Bin ich wieder da...?

Ich habe in den letzten Monaten des öfteren das Laptop auf dem Schoß gehabt, war bereit, loszuschreiben. Aber irgendwie hatte ich nichts zu sagen. Was für mich doch schon ziemlich untypisch ist ;-)

Ich hatte schon früher die Erfahrung gemacht, wenn ich etwas Positives zu berichten hatte, war es mit der Freude ganz schnell vorbei.
Als Beispiel diente da oft mein Sohn. Ich erzählte voller Freude, dass es seit ein paar Tagen wie von selbst und ohne Probleme läuft, da kam schon der nächste Hammer ins Haus.
Und genauso verlief es auch mit Berichten über mich selbst.
Sobald ich glücklich war, dass ich abgenommen hatte, hatte ich 4 Wochen später 5 Kilo mehr auf der Waage. Wie von Geisterhand esse ich nicht andere, aber ich nehme zu.
Oder ich erzähle bei der Therapie, was ich nicht alles in der letzten Woche geschafft hatte, war alles Gute dahin und die Panik kam wieder in großen Schritten, sodass gar nichts mehr ging.

Also war ich etwas skeptisch, was das Gute in meinem Leben betraf.
Und nun? Nun ist mal wieder gar nichts gut. Also kann ich auch schreiben. Mal wieder nicht über alles, was mich bewegt, aber immerhin ein bisschen.

Nichts Neues in dieser Jahreszeit, aber ich bin mal wieder von Panik zerfressen.
Ich weiß mal wieder nicht, wie ich die nächsten Monate überstehen soll, aber dieses Jahr ist es auch wieder sehr schwierig für mich. Ich kann mich leider nicht in meinem Keller verkriechen, weil ich seit September wieder Vollzeit-Mama bin. Meine Kleine ist jetzt auch ein Schulkind, und ich muss sie jeden Tag in die Schule bringen und auch wieder abholen. Jeden Tag. Egal wie es mir geht.
Am Anfang war es ja noch ganz spaßig, dass ich wieder einen regulären Tagesablauf habe, und es klappte auch wunderbar.
Aber nun ist wieder Winter, und ich schaffe es kaum noch. Aber ich muss durchhalten.
Und ich werde auch durchhalten. Die Frage ist nur mal wieder, wie.....

Was gibt es noch zu wissen.... Mmmmmhhh.....
Ach ja! Ich bin seit Ende August Nikotinfrei!!!! Nach 22 Jahren habe ich es tatsächlich geschafft.
Ich schreibe nicht zu viel darüber, denn ich kenne die Raucher. Wenn ich jetzt schreibe, es war die Hölle, aufzuhören, dann sagen alle:"Wusste ich doch! Ich höre nicht auf!"
Wenn ich jetzt aber schreibe, es war voll easy, aufzuhören, dann sagen alle:"Die lügt doch sicher. Es kann gar nicht sein, dass Aufhören so leicht ist!"
Also schreibe ich nicht, wie es war. Denn Süchtige legen es sich sowieso so bereit, wie sie es brauchen, nur um nicht aufhören zu müssen.
Denn eines, ihr Süßen, ist klar: Ihr habt keine Angst vor dem Aufhören, sondern ihr habt Angst vor dem Nicht-Rauchen!
Denn das Aufhören ist echt nicht schwer. Das Nicht-Rauchen ist die Krux ;-)
Ich hab jedenfalls einen unschlagbaren Tipp:
Besorgt Euch das Buch: "Für immer Nichtraucher" von Allan Carr.
Nicht zu verwechseln mit seinem ersten Buch "Endlich Nichtraucher". Dieses hatte ich nämlich schon 2 oder 3 mal gelesen und habe fleißig weiter geraucht.
Dann bekam ich aber den Tipp, es mit dem anderen Buch zu versuchen. Und was soll ich sagen? Der Erfolg spricht für sich. Am 25.8.2013 um 22 Uhr habe ich meine letzte Zigarette geraucht. Und ich lebe noch ;-) Und zwar sehr gut :-)
Ganz ehrlich dachte ich auch am Anfang, dass es noch nie irgendetwas geschafft hatte, mich vom Rauchen abzuhalten. Und nun kommt da ein Buch daher. Witzig! 700 Seiten Papier, und nach dem Lesen rauche ich nicht mehr! Das kann nicht sein!!!!
Also war der Plan eigentlich, dass ICH jetzt allen beweise, dass man eben NICHT mit diesem Buch aufhören kann.
Fazit: Manchmal irre ich mich gerne :-)

So: Ich rauche nicht mehr; ich bringe mein Kind jeden Tag in die Schule und hole sie auch wieder ab; ich gehe wieder öfter mit meinem Mann mit Einkaufen; ich war beim Zahnarzt und hab mich (in halber Narkose) wieder schön machen lassen; ich brauche kaum noch Tabletten; ich fange GANZ BESTIMMT bald mit Sport an; und ich habe mittlerweile so viele Lebensmittelunverträglichkeiten, dass ich mich am besten nur noch von Kartoffeln und Wasser ernähre.
Dieses Problem ist momentan sehr präsent. Ich verbringe momentan 1-2 Abende pro Woche nur noch auf der Toilette, und ich weiß nicht, woher es kommt. Und wirklich schlimm ist, dass ich fürchterlichen Hunger habe! Aber ich traue mich bald nicht mehr, irgendetwas zu essen.
Ab morgen schreibe ich mal wieder Lebensmitteltagebuch. Hatte das im Sommer schonmal getan. Aber irgendwann nervt es, und ich hörte wieder auf.
Diesmal muss ich es wohl ausserdem noch ausführlicher machen. Auch alle Gewürze, mit denen ich koche.
Ich freu mich schon..... :-(

Nun noch ein neuer Plan für das neue Jahr:
Meine liebe Freundin Regina hat eine tolle Idee gehabt, die noch gaaaaanz frisch und neu ist. Und ich finde diese Idee suuuuuuuuuper. Also mache ich mit :-)
Regina hat DING OF THE DAY ins Leben gerufen.
Das DING of the day soll eine Sache sein, die Euch an diesem Tag besonders bewegt, begleitet, dass Euch gerade heute wichtig ist. Macht ein Foto davon, und teilt es mit der Welt :-)
Alles weitere erklärt Regina auf ihrem Blog. Klickt einfach auf Ding of the day :-)


Also mein DING of the Day ist:

meine neue Waschmaschine :-)
Die alte Maschine war noch nicht mal alt, ,aber sie verlor andauernd Wasser, der Keilriehmen war schon 2 mal kaputt, usw. Also war nun der Zeitpunkt da für diese hier:



Wenn der Keller nicht so häßlich wäre, dann würde man auch sehen, wie hübsch sie eigentlich ist. Aber Ekel-grün ist mancherorts einfach noch "up to date" ....

Also dies ist mein Ding of the Day :-)
Und ich hoffe, dass ich es nun, 2014, wieder öfter schaffe, zu schreiben.
Dank Regina hab ich ja wieder einen Ansporn :-)

Bis nächste Woche!!!!!!!

Freitag, 17. Mai 2013

Torte, Holz und kein Buddha

Meine Güte..... wo will die Zeit denn hin????
Ich habe nun fast seit einem Monat nicht mehr geschrieben! Ich entschuldige mich hierfür.
Auch für die verpassten Kalendersprüche.
Aber immer, wenn ich einen neuen Spruch hatte, ist mir nichts geistreiches dazu eingefallen.
Irgendwie ist mein Kopf verstopft. Jedenfalls was meine literarischen Fähigkeiten angeht.
Meine handwerklichen Möglichkeiten schöpfe ich momentan im großen Stil aus: Häkelkleid für Töchterchen, neue "Pullis" für meine Tassen, Geldbeutel aus Filz, neue Magnete, Strickrock für Töchterchen, Dreieckstuch für weißichnochnicht, dicke Decke aus Sockenwollresten, uuuuuuuuuuund: ich arbeite wieder mehr mit Holz!!! Ich hab leider noch keine Fotos, aber ich bin noch in der Testphase.
Ich wurde durch einen Werbezettel bei mir im Briefkasten inspiriert. Ich sah dort eine Garderobe, die nichts besonderes an sich hatte, aber der Versender tatsächlich 120,- EUR dafür wollte.
Und da ich nicht der typische Käufer bin, hab ich mir das Ding, so gut es ging, genauer angeschaut.
Habe dann beschlossen, dass ich das auch kann. Und sicher viel schöner, nicht in Massenproduktion, sonder immer ein Unikat.
Ich experimentiere gerade mit verschiedenen Techniken, und es sieht bis jetzt ganz gut aus.

Auch therapeutisch gesehen ein großer Schritt: ich bin wieder kreativ; habe wieder etwas zu tun, was mir auch Spaß macht; der Kopf schaltet sich somit für ein paar Stunden aus; UND ICH WAR HOLZ KAUFEN!!!!! Gut, alles andere hab ich im Internet bestellt, aber ICH WAR HOLZ KAUFEN!!!! IM LADEN!!!!
Ich war in 2 bekannten Baumärkten, und ich habe mich dort auch ne ganze Weile aufgehalten :-)

Und da ich gerade so in Fahrt war, dachte ich mir, ich tue meinem Götter-Gatten etwas Gutes, und ich schicke ihn NICHT in die Backabteilung eines großen Kaufhauses, sonder ich gehe selber :-)
Er hasst es wie die Pest und kauft auch grundsätzlich das Falsche. Ich unterstelle ihm hiermit, dass er dies mit purer Absicht tut, damit ich ihn nie wieder dazu nötige. (Habe es heute doch getan: morgen muss er einen fertigen Biskuit-Boden kaufen. Ich warte mal ab...)
Unsere Kleine wird am Dienstag schon 6 Jahre alt, und hat sich eine Prinzessinen-Schloß-Torte gewünscht. Und als liebende Mama stelle ich mich schon Montag in die Küche und beginne, Eistüten und Schoko-Küsse mit geschmolzener weißer Kuvertüre, die ich hellrose einfärbe, zu überziehen, weiße- und rosefarbene Perlmutt-Perlen (ja, kann man essen!) in den Guß zu befördern, dann alles gut trocknen lassen. Und vor allen Dingen hoffen, dass alles auch so klappt, wie die einfache Anleitung es verspricht.
Falls hier jemand auch eine liebende Mama ist, hier der Link für die Torte. Es ist auch ein Piratenschiff für Jungs dabei ;-)
http://www.kuchenkult.de/kindergeburtstag-torte-party-prinzessinnen-piraten/
Wobei mir einfällt, ich muss ja noch die Fahnen machen...

Wie ihr seht, solange ich es mit den Händen machen kann, bin ich Feuer und Flamme.
Denken mag ich (noch) nicht.
Dieses große Thema, dass ich immernoch nicht nennen will, schwebt wie eine dunkle Wolke über mir. Sie ist immer da, aber noch ist mein Schirm aufgespannt. Sie erreicht mich weder mit Blitz, Donner, Sturm oder Regen. Unter dem Schirm bin ich sicher.
Ich weiß aber auch, dass jeder gute Schirm irgendwann mal kaputt geht. Ein Hurricane (kenne nur das englische Wort. Sorry...) kann alles irgendwann zu Grunde reißen. Auch den teuersten und besten Schirm.
Und da ich weiß, dass mich der Sturm irgendwann einholt, und ich mich nicht ewig verstecken kann, verkrieche ich mich noch mehr in meine Strick- Back- und Holzsachen.
Solange was Gutes dabei rauskommt, könnte man meinen, ist es doch prima.
Ich sehe es etwas anders. Denn je länger ich es vor mir herschiebe, umso stärker wird mich der Regen durchtränken. Fürchterliche Vorstellung.
Gerade jetzt ist meine Therapeutin immernoch im Mama-Urlaub. Aber immerhin habe ich es endlich geschafft, wieder einen Termin bei meiner Heilpraktikerin zu machen. Ich habe die Befürchtung, dass ich diesmal nicht so unfallfrei aus der Praxis komme. Aber ich hätte den Termin wohl nicht gemacht, wenn ich innerlich nicht bereit wäre.

Und ich hoffe, ich schreibe danach auch wieder zeitnah :-)
Ach, und falls Ihr einige meiner schon fertigen Ausgüsse sehen und auch kaufen wollt, unter www.bellemarie.de findet Ihr alles schon Fertige :-)  Der Erlös fließt komplett in meine Heilpraktiker-Therapie!!!

Schöne Pfingsten!!!! <3

Freitag, 19. April 2013

Aufreger der Woche

Gestern hat eine Bekannte auf Facebook einen Link zu einem Artikel gepostet, in dem erklärt wird, dass AD(H)S eine erfundene Krankheit ist.
Hier ist der Link zu dem Artikel, falls ihn jemand lesen will: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/eva-herman/ritalin-wie-die-pharmaindustrie-unsere-kinder-vorsaetzlich-zerstoert.html

Ich habe übrigens gesehen, dass dieser Artikel von Eva Hermann verfasst wurde. Kein Wunder, dass da nur Schrott drin steht.
Im ersten Absatz steht folgendes: "Es klingt wie die furchterregende Geschichte aus einem Horrorthriller: Ein weltweit angesehener US-Kinderpsychiater probiert in den sechziger Jahren an seinen lebhaften Patienten verschiedene Psychopharmaka aus, um die Kleinen ruhig zu stellen. Als er eine entsprechende Pille entdeckt, mit der die Kinder gefügig gemacht werden können, erhebt er im Namen der Weltgesundheitsorganisation die kindliche Lebhaftigkeit zu einer neuen  Krankheit. Und fertig ist eine äußerst lukrative, für wachsenden Gehirne jedoch hochgefährliche  Einnahmequelle der global arbeitenden Pharma- und Ärzteindustrie. Millionen Kinder auf der ganzen Welt schlucken seit Jahrzehnten Ritalin, weil sie angeblich ADHS haben."

Ich bin Mutter eines ADS-Kindes. Und irgendwie habe ich das Bedürfnis, mich diesbezüglich mitzuteilen. Ich will mich nicht rechtfertigen, aber ich will erklären, wie es denn wirklich ist, mit einem ADS-Kind zu leben.
 Die Kommentare auf Facebook zu diesem Artikel waren für mich als Betroffene sehr heftig. "Ärzte wegsperren und den Eltern beibringen, wie man sich mit Kindern beschäftigt!", "Ich wusste ja schon immer, dass es ADHS gar nicht gibt." , "Ich kenne ADHS-Kinder. Für mich ist dieser Artikel absolut korrekt."
Mein Kommentar war nur, dass diese Menschen doch bitte erstmal mit einem ADS-Kind LEBEN sollen, sich ein paar Jahre mit diesem Thema beschäftigen sollten, und sich dann nochmal mit mir unterhalten.
Aber das wird keiner tun. Das finde ich sehr traurig. Denn gerade die Aufklärung der betroffenen Eltern und Kinder ist so wichtig! Überall liest man Berichte, was man gegen ADS tun könnte, auch ohne Tabletten. Wie das Leben doch einfacher wird, auch ohne Tabletten.
Aber werden auch mal Artikel von Betroffenen veröffentlicht? Kaum.
Ich beschäftige mich seit Jahren mit diesem Thema. Ich lese alles, was es darüber zu lesen und zu lernen gibt.

Ich sah vor einigen Monaten einen Bericht beim WDR oder BR. Es wurden 3 ADS-Kinder mit ihren Eltern über längere Zeit beobachtet, und Wege aufgezeigt, wie es denn auch ohne Tabletten geht.
Dazu muss man aber wissen, dass ADS-Kind nicht ADS-Kind ist. Jedes Kind reagiert anders.
Und wenn ich dann sehen muss, dass die erste Familie ihr Kind in ein spezielles Internat für ADS-Kinder schickt, dass fast 1000 EUR im Monat kostet, dann frage ich mich, ob das eine gute Lösung für jederman ist. Wir haben keine 1000 EUR im Monat!
Bei der 2. Familie blieb der Vater ganztags zu Hause und arbeitete von dort aus.
Ich kann ja mal in der Firma meines Mannes nachfragen, ob er seine Fliesen zukünftig von zu Hause bei der Kundschaft legen kann....
Die 3. Familie schickt ihr Kind in die Ergo-Therapie. Ganz ehrlich ist mir bei diesem Kind aber auch nichts aufgefallen, was auf ADS hindeutet...
Ich urteile nicht über die Methoden!!! Die sind alle gut und richtig. Aber wie soll das für eine "normale" Familie funktionieren? Von "normalen" Familien werden keine Berichte gezeigt.
Das soll auch keine Rechtfertigung sein, dass wir unserem Kind Tabletten geben. Aber wenn es nicht anders geht?

Unsere Odyssee begann im Jahre 2006.
3 Tage nach der Einschulung sprach uns die Schule an. Ich habe dieses Gespräch schon erwartet.
Es begannen Monate mit Gesprächen bei Sozialen Diensten, Psychologische Beratungsstellen, Eltern-Training, Gespräche bei Ärzten und Psychologen. Ein Klinik-Aufenthalt von fast 6 Wochen.
Dann wurde ADS festgestellt.
Es ist also mitnichten so, dass immer gleich der Rezeptblock gezückt wird.
Und es ist auch nicht so, dass uns die Schule beim ersten Auffallen von Sohnemann gesagt hat: "Ihr Sohn hat ADS. Geben Sie ihm Tabletten!" So wird es nämlich von Frau Hermann in dem Artikel beschrieben.
Es geht überhaupt nicht so schnell. Unser Sohn wurde 2 Jahre untersucht, von innen nach außen gedreht,usw. Erst dann gab es eine Diagnose.
Was in dieser Zeit aber bei uns zu Hause und in der Schule los war, will auch keiner wissen.

An alle Mütter da draussen:
Könnt ihr Euch vorstellen, wie es sich anfühlt, wenn Euer Kind vor den Hausaufgaben sitzt, herzzerreißend weint und sagt: "Mama, ich will ja denken, aber mein Kopf kann nicht!" Und das stundenlang, jeden Tag, über Wochen, Monate, Jahre.
Er saß da, hat geheult, war wütend auf sein Gehirn, wurde aggressiv sich selbst gegenüber, schrie aus Leibeskräften, dass doch der blöde Kopf endlich so funktionieren soll, wie er es denn gerne möchte.
Habt Ihr jemals so ein Kind gesehen? Könnt Ihr Euch vorstellen, wie es ist, mit diesem Kind zu leben?
Genau das kann keiner. Und kaum jemand macht sich die Mühe, es mal zu hinterfragen, was bei einer ADS-Familie hinter geschlossenen Türen wohl los ist.

Ein weiterer Punkt, den Frau Hermann in ihrem Artikel anspricht, sind die fürchterlichen Famillienverhältnisse, die in jeder ADS-Familie zu finden sind.
Wir als ADS-Familie sagen dazu folgendes:
Wir sind seit 10 Jahren zusammen und sind seit über 6 Jahren glücklich verheiratet; wir trinken keinen Alkohol; wir nehmen keine Drogen; wir haben keine finanziellen Probleme; wir diskutieren jedes Problem in Ruhe aus; wir beziehen immer die Kinder mit ein, wenn es etwas zu besprechen gibt; wir behandeln beide Kinder gleich; wir ernähren uns (meist) gesund; wir haben ein intaktes familiäres Umfeld (keine Großeltern sind geschieden); wir haben einen stabilen Freundeskreis; wir beschäftigen uns viel mit den Kindern.
(Und ja, wir haben bunte Haare, sind gepierct und tättoviert.)
Falls jetzt jemand einzuwenden hat, dass ich vor 15 Monaten zu Hause ausgezogen bin, und ich eine Krankheit habe, die mich in vielen Dingen bremst, dem sage ich, dass das ADS schon 2006 aufgefallen ist. Zu diesem Zeitpunkt ging es mir noch blendend. Das ist also kein Argument. Und das ADS ist in den letzten Jahren deswegen auch nicht besser oder schlechter geworden.
(Ich habe eine Freundin, die auch schwer krank ist, glücklich verheiratet usw. Ihr Sohn ist ein 1er-Schüler und weist keinerlei Anzeichen von ADS auf.)
Ich habe hier schon öfter geschrieben, was zu Hause bei uns los ist. Wie unser Sohn durch das ADS ist, was es mit ihm macht. Wenn es wirklich an den familiären Verhältnissen liegen würde, dann hätten wir bei unserer Tochter doch die gleichen Probleme, oder? Aber dies ist nicht der Fall.

ADS ist für ein Kind schrecklich und für die Familie noch viel schrecklicher. Man will seinem Kind helfen, und kann es aus eigener Hand nicht. Es bleiben uns nur die Tabletten. Unser Sohn ist dankbar, wenn er sie nehmen kann. Er ist nicht süchtig, weder psychisch noch physisch. Es gibt auch Tage, an denen er keine nimmt. Aber damit fängt das Unerträgliche für ihn an. Er kann nichts tun, weil er sich nicht konzentrieren kann. Der Kopf will wieder nicht so, wie er gerne möchte. Er redet dann ohne Unterbrechung Stunden durch. Keine Unterhaltungen, sondern er erzählt und erzählt. Zusammenhanglos, ohne Unterlass. Und er kann nicht aufhören. Das widerrum macht ihn selbst aggressiv, weil es ihn nervt.
Und wenn er aggressiv wird, dann ist es meist schon zu spät. Dann ist überhaupt kein Herankommen an ihn mehr möglich. Dann fliegen Türen, Möbel, Hefte, Bücher, Spielzeug, er geht auf seine Schwester oder Freunde los.
Er macht das nicht aus Spaß! Er kommt mit dem Chaos in seinem Kopf einfach nicht klar. Er dreht wirklich durch.
Und ist es dann wirklich so eine große Schande, wenn ich meinem Kind aus dieser Qual helfen will?
Ich bin auch nicht von den Tabletten begeistert, denn die Langzeitwirkung ist noch nicht richtig erforscht. Und wenn es eine andere Alternative gäbe, dann bin ich sofort bereit, diese auszuprobieren. Aber momentan ist es einfach so, dass ich meinem Kind das Leben erleichtern will.
Der Gedanke an unsere Leistungsgesellschaft wird nun laut. Dazu muss ich sagen, dass diese Tabletten bei ADS nicht zur Leistungsförderung beitragen. Mein Sohn ist durch die Tabletten auch nicht schlauer geworden. Er kann nur jetzt einbringen, was er wirklich kann. Ohne Tabletten geht dies eben nicht.
Bei Personen, die kein ADS haben und diese Tabletten nehmen, bei diesen Menschen helfen sie entweder gar nicht, oder sie wirken leistungsfördernd. Daher fallen sie auch unter das Betäubungsmittelgesetz.
Laut Frau Hermann in einer Reihe mit Kokain und anderen leistungsfördernden Substanzen.

Ich könnte jetzt nun noch tiefer in die Wissenschaft eintauchen und erklären, was es denn für Tests gibt, bei denen Gehirne von Betroffenen ADS-Personen genau untersucht worden sind. Da fallen dann Worte wie EEG, MRT, CT, Enzyme,Glukose, Mangelerscheinungen, ect.
Das erspare ich mir hiermit. Und auch Euch.
Das wird zu klinisch.
Was aber noch sehr wichtig ist: unser Sohn wird alle 3 Monate gründlich in einer Klinik untersucht, alle 6 Monate wird ein großes Blutbild gemacht. Und es ist alles im grünen Bereich. Er ist wohlauf und gesund.

Wir haben wirklich alles versucht, und unser Sohn auch. Er ist sehr gerne bereit, etwas gegen sein ADS zu unternehmen. Er geht zur Therapie, redet mit Psychologen in der Schule, geht zum Konzentrationstraining, geht zur Hausaufgabenbetreuung, sucht mit uns und den Lehrern Wege, wie es denn besser werden könnte.
Wir alle erkennen, dass er selbst auch viel ändern möchte.
Nur lässt das ADS genau das nicht zu.
Wer glaubt, dass diese Tabletten aus unserem Sohn ein Musterkind machen, der ist immernoch auf dem Holzweg. Das habe ich schon oft genug geschrieben, was bei uns zu Hause alles passiert, auch mit Tabletten. Wobei es meist so ist, dass er nach der Schule noch mit Ach und Krach seine Hausaufgaben erledigen kann, dann wirkt die Tablette auch nicht mehr. Und wir werfen keine nach! Es ist also auch für uns Eltern nicht die einfache Lösung TABLETTE REIN UND RUHIG.
Das haben wir nie unterstützt.

Er wird nie ein "normales", ruhiges und einfaches Leben führen können, solange er mit ADS zu kämpfen hat. Es wird ihn Tag für Tag quälen und beschäftigen. Auch mit Tabletten.
Denn diese Tabletten sorgen nur dafür, dass mal für ein paar Stunden etwas weniger Chaos im Kopf herrscht. Wirklich weg ist es nie.
Es ist nicht wirklich zu vergleichen, aber bei einer Depression ist auch Chaos im Kopf. Oder eben totale Leere. Eine Depression kann einen Menschen in den Selbstmord treiben. Soll man hier jetzt auch einfach sagen, dass die Betroffenen bitte ihr Leben auf die Reihe kriegen sollen? Geht in eine Therapie und alles wird gut? Stellt euch nicht so an, reißt euch zusammen?
Nein. Das tut auch keiner. Diese Krankheit wird anerkannt. Und ich bin froh darüber.
Und wenn jemand Antidepressiva nimmt, damit es ihm nur ein bisschen besser geht, darüber wird nicht geurteilt. Das wird bejaht und gefördert. Auch von mir.
Warum nicht auch bei ADS? Wenn ADS nicht behandelt wird, kann daraus auch eine Depression entstehen. Also darf ich meinem Kind nun Antidepressiva geben, aber Ritalin nicht?
Doppelmoral.

Ich schreibe hier viele Dinge, die nur uns persönlich betreffen. Wie es in anderen Schulen, Familien und bei vielen Ärzten aussieht, das weiß ich nicht. Sicher gibt es Menschen, die zu schnell zu einer Diagnose gelangen. Das finde ich auch nicht gut.
Wir haben Erfahrungen gemacht, die uns weitergebracht haben, genauso wie sie uns zurück geworfen haben.
Unser Leben ist nicht einfacher geworden. Aber für ein paar Stunden am Tag kann ich das Leben meines Sohnes einfacher machen.
Wer selbst Kinder hat, müsste das eigentlich nachvollziehen können.
Wenn nicht, dann hört wenigstens auf, über etwas zu urteilen, was ihr gar nicht wissen könnt. Denn nur, wenn im Bekanntenkreis ein ADS-Kind ist, dann LEBT es nicht bei euch.
Was hinter verschlossenen Türen passiert, das erzählt euch nicht mal die allerbeste Freundin. Auch wenn ihr das glaubt.

Habt Verständnis, fragt nach, beschäftigt euch mit dem Thema. Erst dann könnt ihr euch ein Urteil erlauben. Das ist meine große Bitte.